Barcamp Graz 2013

Vergangenes Wochenende fand zum 5. Mal das Barcamp Graz statt. Während sich die „Unkonferenz“ im Jahr 2008 noch auf das politcamp beschränkte, ist sie mittlerweile auf sechs Camps und die werkstadt angewachsen.

Barcamp Graz 2013

Auch dieses Mal hat sich meine Meinung bestätigt: Barcamps sind ein tolles Format um Wissen zu erlangen, weiterzugeben und sich mit Menschen ungezwungen zu unterhalten. Anfangs war ich nicht ganz sicher, was die Themenvielfalt betrifft. Ist es wirklich eine gute Idee, das physiocamp im gleichen Rahmen wie das icamp und das politcamp neben dem designcamp und der werkstadt zu veranstalten? Es hat sich allerdings gezeigt, dass genau diese Multidimensionalität, die sich durch die Teilnehmenden, ihre Interessen (u.a. Vertical Gardening – cool!) und ihr Wissen ergibt, zu besonders spannenden Sessions und Diskussionen führt.

Ich hatte die Gelegenheit, gemeinsam mit meinen Kollegen aus dem Web Literacy Lab auch zwei Sessions zu halten:

Session „Best Practices von Verwaltungswebsites“

Am Freitag stellten Julian Ausserhofer und ich im politcamp unsere Erkenntnisse aus einer Recherche zum State of the Art von Verwaltungswebsites vor. Unser Fokus lag einerseits auf internationalen öffentlichen Institutionen oder Gemeinden, die Content Strategy nutzen, um ihre Webpräsenzen zu verbessern. Leuchttürme sind dabei die Website des Weißen Hauses (whitehouse.gov) oder jene der britischen Zentralverwaltung (GOV.uk), die bereits etliche Preise abgeräumt hat. Andererseits präsentierten wir Good Practices aus Österreich, die Julian anhand von Experteninterviews erhoben hat – allen voran natürlich die Stadt Wien (wien.gv.at), die ihre redaktionellen Strukturen und Prozesse klar festgelegt hat und sich eines detaillierten Styleguides bedient.




Session „Content Strategy 101“

Im designcamp hielten Heinz Wittenbrink und ich am Samstag gemeinsam eine Session zum Praxisfeld Content Strategy, mit dem wir uns im WLL intensiv beschäftigen. Wir wollten eine Einführung in die Disziplin geben, haben ihre Entwicklung kurz erklärt und die wichtigsten Schritte und Methoden angerissen. Interessant war vor allem das Feedback der Teilnehmenden, aus dem sich (wiederholt!) folgender Schluss ergibt: Content Strategy hat das Rad nicht neu erfunden. Sie bedient sich seit langem etablierter Instrumente (z.B. Audits, User Research, Branding & Messaging, Redaktionskalender, usw.). Hilfreich ist allerdings die Handlungspraxis, der leitfadenartige Rahmen, in dem Content Strategy abgewickelt wird. Er gibt Agenturen und Organisationen den Weg vor. Kurz gesagt: Content Strategy ist ein „lehrbares“ Konzept. Das ist es auch, was sie meiner Ansicht nach u.a. so populär macht.


Fotos, die Public Pads und die Sessionpläne stehen bereits online.
Twitter-Hashtag: #bcg13.

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